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Häufig gestellte Fragen #2

Fragen zur Vorbereitung auf einen Arzttermin bei Parkinson-Patienten

Ich habe kürzlich die Diagnose Parkinson erhalten – welche Fragen sollte ich meinem Arzt stellen?

Nachfolgend finden Sie eine Liste mit empfohlenen Fragen, die Ihnen bei der Vorbereitung auf Ihren bevorstehenden Besuch in der ärztlichen Sprechstunde helfen. Überlegen Sie sich anhand Ihrer persönlichen Prioritäten im Voraus, welche Fragen Sie mit Ihrem/ Ihrer Arzt/ Ärztin besprechen möchten.

Empfohlene Fragen

  1. Wie schnell schreitet M. Parkinson normalerweise voran und was wird sich im Laufe der Zeit ändern?
  2. Wie wird M. Parkinson behandelt? Gibt es Möglichkeiten, das Fortschreiten meiner Erkrankung zu verlangsamen?
  3. Welche Tests oder Hilfsmittel haben Sie verwendet, um meine Diagnose zu bestimmen?
  4. Wie oft sollte ich Termine vereinbaren und sollte ich bei jedem Besuch mit Ihnen oder einem_einer anderen Behandler _in rechnen?
  5. Welches weitere medizinische Fachpersonal kann mir bei meiner Behandlung helfen?
  6. Welche Symptome oder Nebenwirkungen sollte ich sofort berichten?
  7. Wie und wann soll ich meine Medikamente einnehmen? Soll ich das Medikament vor, zu oder zwischen den Mahlzeiten einnehmen?
  8. Was sind die möglichen Nebenwirkungen von Medikamenten? Gibt es etwas, was ich tun kann, um die Nebenwirkungen, die bei mir auftreten könnten, zu vermeiden oder zu behandeln?
  9. Was kann ich außer der Einnahme von Medikamenten noch tun, um meine Erkrankung in den Griff zu bekommen? Gibt es spezielle Therapien, Übungen oder Lebensstiländerungen, die helfen können?

Ich lebe schon länger mit der Diagnose Parkinson und habe bald meinen nächsten Arzttermin – wie kann ich mich vorbereiten?

Es gibt einiges das Sie tun können, um einen Termin für sich selbst und ihren behandelnden Arzt oder ihre behandelnde Ärztin bestmöglich vorzubereiten:

Vor dem Termin

  • Vereinbaren Sie den Termin zu einem Zeitpunkt, der für alle Beteiligten (z.B. auch für eine potentielle Begleitperson) gut passt.
  • Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken und schreiben Sie Dinge auf, die Sie mit dem/ der Arzt/ Ärztin besprechen möchten, das können z.B. sein:
    • störende motorische Symptome wie Zittern, Langsamkeit, Steifheit, Gleichgewichtsprobleme/Stürze
    • störende nicht-motorische Symptome wie Stimmungsveränderungen, Denkveränderungen, Schwindel, Schlaf, Verstopfung oder Schmerzen
  • Listen Sie alle gesundheitlichen Veränderungen seit dem letzten Termin auf. Gab es einen Krankenhausaufenthalt oder einen Besuch in der Notaufnahme? Gab es einen operativen Eingriff?
  • Wenn sich bei Ihnen oder Ihrem_Ihrer Angehörigen das Gehen, die Bewältigung der alltäglichen Aufgaben, die Stimmlautstärke oder das Schlucken verändert haben, kann ein Termin bei einer Physio- oder Ergotherapie oder Logopädie erforderlich sein. Fragen Sie Ihren Arzt danach!
  • Haben Sie Fragen, welches Bewegungsprogramm das richtige für den Menschen mit M. Parkinson ist? Bitten Sie um eine Überweisung an eine physiotherapeutische Praxis, in der ein Trainingsprogramm für die Person mit M. Parkinson erstellt werden kann.
  • Notieren Sie Veränderungen der Wohn- oder Lebenssituation.
  • Überprüfen Sie verschreibungspflichtige Medikamente auf erforderliche Nachbestellungen.

Am Vortag und am Tag des Termins

  • Stellen Sie folgende Gegenstände zusammen, die Sie zum Termin mitbringen:
    • Aktuelle Medikamentenliste, diese sollte alle verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel umfassen (einschließlich Stärken und Dosierungen)
    • Versicherungskarte und Ausweis
    • Pillendose (damit Medikamente auch unterwegs gegeben werden können)
  • Wenn Sie Ihren Hausarzt über Ihren Termin informieren lassen möchten, bringen Sie den Namen und die Adresse des/ der anderen Arztes/ Ärztin und der Klinik mit.

Während des Termins

  • Schreiben Sie sich Notizen und Antworten auf Ihre Fragen auf oder bitten Sie Ihre Begleitperson dies für Sie zu übernehmen
  • Beantworten Sie Fragen des Arztes oder der Ärztin ehrlich, auch wenn die Antworten schwierig sind.
  • Machen Sie sich vor dem Ende des Termins mit den Empfehlungen und Folgeplänen vertraut. Wenn etwas unklar ist, bitten Sie den/ die Arzt/ Ärztin um Klärung.
  • Informieren Sie sich über neu verschriebene Medikamente:
    • Wie heißt das Medikament?
    • Wofür wird das Medikament verschrieben? Soll es ein anderes Medikament ersetzen oder zusätzlich zu anderen Medikamenten eingenommen werden?
    • Wie hoch ist die Dosis und wie oft soll das Medikament eingenommen werden? (Viele Parkinson-Medikamente werden in der Dosierung schrittweise erhöht, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Schreiben Sie sich den Dosierungsplan genau auf.)
    • Wann und wie werden Sie wissen, ob das Medikament wirkt?
    • Gibt es häufige oder schwerwiegende Nebenwirkungen, auf die Sie achten müssen?
  • Erkundigen Sie sich, wen Sie bei Fragen, Bedenken oder Updates anrufen sollten.